Den Wohlstand aus dem Abstrakten in die physische Form bringen

Den Wohlstand aus dem Abstrakten in die physische Form bringen

In meinem Buch Risiko ist die neue Sicherheit habe ich vorgeschlagen, dass in der Zukunft Ideen die begehrteste Währung der Welt sein werden. Diese Zukunft ist jetzt da. Und nirgendwo wird diese Dynamik deutlicher als in der Art und Weise, wie sich der Wohlstand manifestiert.

Kürzlich habe ich in diesem Beitrag die Theorie aufgestellt, dass alle Formen des Wohlstands unendlich sind und, sobald sie sich auf der physischen Ebene manifestieren, ihre eigene Ausdehnung schaffen. Diese Hypothese entstand nach dem Studium der Arbeit von Reverend Charles Fillmore. In seinem Buch Prosperity sagt Fillmore:

„… alles deutet darauf hin, dass es in oder um die Zellen herum ein Gesetz gibt, das ihre Bildung steuert und das Muster dupliziert, das vor Urzeiten in Mutter Eva und Vater Adam festgelegt wurde. Das ist das Gesetz, das in unserem Inneren geschrieben steht, und das ist keine Floskel, sondern eine anerkannte Tatsache. Wir müssen das Gesetz im Inneren suchen und nicht außerhalb. Die Gesetze, die wir im Äußeren finden, sind die sekundären Gesetze. Der unendliche, schöpferische Geist hat jedem von uns einen Schlüssel für die Funktionsweise dieses unfehlbaren inneren Gesetzes gegeben. Es besagt, dass alles, was wir geistig oder körperlich berühren, Substanz darstellt und dass es nur durch unsere Denkfähigkeit begrenzt ist. Wir können Gott nicht um mehr Substanz bitten, denn das Universum ist voll von ihr. Wir können und sollten ihn um Verständnis bitten, damit wir sie mit unserem Verstand erfassen können, d.h. um eine Erweiterung unserer Fähigkeiten. Hinter der Substanz steht die Idee der Substanz, und der Mensch ist durch sein Einssein mit Gott mit der Ursachenseite dieser Idee verbunden.“

Als fundamentalistischer Agnostiker würde ich vielleicht das Wort Universum durch Gott ersetzen, aber wir sollten uns nicht von Etiketten ablenken lassen. Unabhängig davon, welche Bezeichnung du verwendest, glaube ich, dass es hier eine tiefe metaphysische Wahrheit gibt, und ich möchte eine weitere Theorie vorschlagen, die mit meiner früheren Theorie zusammenhängt:

Potentieller Wohlstand existiert als metaphysische Substanz, die überall im bekannten Universum vorhanden ist. Wir wandeln ihn durch den Katalysator der Gedankenkraft – oder genauer gesagt der Ideen – in eine physische Form um.

In den Barrios von São Paulo, in den verarmten, von Kriminalität heimgesuchten Gegenden von San Francisco oder sogar in den von Hunger geplagten Ebenen in Afrika gibt es eine Konstante: Wir sind von Wohlstand umgeben. Nicht Wohlstand im Sinne von Reichtum und materiellen Dingen, sondern Wohlstand im Sinne der metaphysischen Substanz. Natürlich leben die meisten, wenn nicht sogar alle Menschen in diesen Gegenden nicht in echtem Wohlstand – aber das liegt nicht daran, dass es keinen Wohlstand gibt, sondern daran, dass die Menschen den Schlüssel zu diesem Wohlstand noch nicht verstanden haben. Der Weg, Wohlstand in seiner physischen Form zu manifestieren, führt über Ideen.

Eine Grundannahme dieser Theorie ist, dass niemand unter Geldmangel leidet, sondern dass es in Wirklichkeit an Ideen mangelt.

Wichtiger Hinweis: Ich behaupte nicht, dass es für eine alleinerziehende, arbeitslose und ungebildete Mutter von drei hungrigen Kindern in El Salvador genauso einfach ist, Wohlstand zu manifestieren wie für eine alleinerziehende Mutter in den Vororten von Hartford Connecticut. Das ist nicht der Fall. In unserer Welt gibt es echte Ungleichheit, weil der Zugang zu Bildung, Infrastruktur und politischem Einfluss begrenzt ist. Es ist unsere Aufgabe, unermüdlich daran zu arbeiten, dies zu korrigieren. Das ist die Verantwortung, die mit dem Segen des Wohlstands einhergeht, und wir werden das in einigen zukünftigen Beiträgen näher erläutern.

Amazon, Airbnb und Apple sind entstanden, weil sie zuerst eine Idee in den Köpfen ihrer Schöpfer waren. La Traviata, die Mona Lisa und der Schwanensee sind entstanden, weil sie zuerst eine Idee in den Köpfen ihrer Schöpfer waren. Und auch dein Wohlstand wird nur entstehen, wenn er zuerst als Idee in deinem Kopf geboren wird.

Die unternehmungslustigen jungen Leute in Jakarta, die am Straßenrand stehen und ihre Dienste als Mitfahrer anbieten, damit Autofahrer die Fahrgemeinschaftsspur nutzen können, zeigen, dass sie wissen, wie man die Energie der Gedanken für den Wohlstand nutzen kann. Genauso wie die aufstrebenden Unternehmer in Miami, die eine Kiste Wasser in Flaschen für vier Dollar kaufen und sie dann an heißen Tagen an Straßenkreuzungen für einen Dollar pro Flasche verkaufen. Sie verwandeln die Substanz des Wohlstands in eine greifbare Form.

Mach nicht den Fehler zu denken, dass Geld an sich gleichbedeutend mit Wohlstand ist. Geld ist kein Selbstzweck, sondern ein praktisches Mittel, um Werte auszutauschen. Die wahre Gleichung ist der Wert, den du für das Universum schaffst – und der dann gegen die Dinge eingetauscht werden kann, die du brauchst und dir wünschst. In der praktischen Anwendung lässt sich das am besten durch deine Fähigkeit, Probleme zu lösen und/oder einen Mehrwert zu schaffen, erreichen. Der Wert, den du dem Universum zur Verfügung stellst, bestimmt, wie viel Wohlstand du zurückbekommst. Und dabei gibt es keine Grenzen, denn die Zahl der Ideen, die du dir einfallen lassen kannst, um einen Mehrwert zu schaffen oder Probleme zu lösen, ist unbegrenzt.

Kehren wir zu meiner früheren Prämisse zurück. Leidet ihr unter Geldmangel – oder unter Ideenmangel?

Peace,

– RG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Lesenswerte Beiträge

Die Knöpfe drücken

Die Maschine braucht dich. Nicht als Individuum, sondern als namenloses, gesichtsloses Rädchen, das die Maschine am Laufen hält. „Die Maschine“ ist das sozioökonomische System, in

Weiterlesen »